Einmal rauf auf den Südharzer „Eifelturm“: der Poppenbergturm

Der Poppenbergturm ist einer der schönsten Aussichtstürme im Südharz. Hier könnt ihr bis zum Brocken und zum Kyffhäusergebirge sehen. Auf dem 601 Meter hohen Poppenberg strebt der Turm noch einmal 33,5 Meter höher. Schwindelfrei solltet ihr auf jeden Fall sein. Und wenn ihr Glück habt, seid ihr auf der Spitze ganz allein…

Erst auf den letzten Wandermetern taucht der stählerne Turm im Wald plötzlich auf. Das letzte Stück hinauf ist recht steil, so dass ich gut aus der Puste komme.

Auf einer Lichtung des 601 Meter hohen Poppenbergs, einer der höchsten Berge im Südharz, steht der Stahlkoloss schon seit 1894. Erbaut wurde der Turm von der Nordhäuser Maschinenfabrik Schmidt, Kranz & Co., die für die Konstruktion mehr als 530 Zentner Stahl verbaut haben soll.

Manch einer sagt auch, es sei der Eifelturm des Südharzes. Mit dem 324 Meter hohen Original in Paris kann es der Turm nicht ganz aufnehmen,  aber der Poppenbergturm erinnert in seiner schmal nach oben zulaufenden Form schon an die Pariser Ikone, zumal der Südharzer Turm gerade einmal fünf Jahre später gebaut worden ist.

Während der vergangenen Wochen hat der Aussichtsturm geradezu eine Renaissance erlebt. Denn während sonst nur wenige Wanderer dorthin unterwegs sind, war der Poppenberg in den Corona-Wochen ein beliebtes Ausflugsziel an der frischen Luft.

Wenn ihr zum Poppenberg wandert, sollte unbedingt an ein Picknick denken. Es gibt keine touristische Infrastruktur drumherum. Nur eine Schutzhütte und eine Stempelstelle der Harzer Wandelnadel findet ihr am Fuße des Poppenbergturmes.

Wenn ihr bis ganz nach oben wollt, dann müsst ihr die 177 Stufen erklimmen. Die Treppe wird nach oben immer schmaler und zu jedem Zeitpunkt könnt ihr bis unten durchblicken. Ich musste mich ganz schön überwinden, zumal der Koloss auch etwas schwankt. Aber oben angekommen, werdet ihr mit einer Rundumsicht belohnt, die es im Südharz kein zweites Mal gibt.   

Wie kommt ihr hin?

Auf den Poppenberg kommt ihr nur zu Fuß oder per Mountainbike. Wir sind mit dem Auto vom Netzkater durch den Wald gefahren. Langsam, denn hier kommen euch auch Wanderer und Radfahrer entgegen. Der Weg ist die Zufahrt zum Harzhotel Hufhaus. Dort gibt es auch ein Restaurant. Nach gut fünf Minuten Fahrt durch den Wald, erreicht ihr einen Wanderparkplatz, den sogenannten Tisch. Von dort sind es noch knapp 2 Kilometer bis zum Turm. Diese Strecke eignet sich für eine Tour mit kleineren Kinder.

Ihr könnt aber auch direkt von Ilfeld oder von Netzkater loswandern. Diese Touren sind länger (um die 4 Kilometer) und streckenweise sehr steil.

Ein schöner Wanderweg führt beispielsweise von Ilfeld über die Wetterfahne zum Gipfel des Poppenbergs. In Ilfeld gibt es am Ortsausgang in Richtung B4 einen großen Wanderparkplatz. Nicht weit entfernt, befindet sich auch eine Haltestelle (Neanderklinik) der Harzquerbahn.

Wann hat der Turm geöffnet?

Anders als das Josephskreuz auf dem Auerberg, das nur zu Öffnungszeiten bestiegen werden kann, könnt ihr auf den Poppenbergturm immer rauf.

Was kostet der Aufstieg?

Der Aufstieg kostet euch nichts, aber die Aussicht ist bei guter Sicht unbezahlbar!

Wart ihr schon mal oben? Schreibt mir doch dazu in den Kommentaren…

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