Auf zur Ebersburg in Herrmannsacker

Mitten im Wald voller Buchen bei Herrmannsacker erhebt sich auf einem Bergrücken die Ruine der Ebersburg. Hier hört ihr nur das Rauschen der Bäume und Zwitschern der Vögel. Ansonsten herrscht absolute Stille, schließlich ist  Herrmannsacker ein Sackgassendorf und endet in der Weite der Südharzer Wälder.

Schon von weitem ist der massige Burgfried der Ruine zu erkennen. „Die Ebersburg ist ein herausragendes Beispiel romanischer Baukunst. Die Reinheit ihres Baustils macht diese Burg einmalig in Deutschland“, heißt es auf einem Infoschild, das am Fuße des Berges steht. Die Burg wurde auf Geheiß Hermann I. Landgraf von Thüringen als Landgrafenburg an exponierter Stelle erbaut. Die Burg sicherte sein Reich nach außen als nördlichste Befestigung Thüringens und unterstrich seinen Machtanspruch im Herrschaftsgebiet. Die Ebersburg ist nie überbaut worden. Sie blieb im rein romanischen Baustil erhalten!

Die Burganlage, die wohl 1180 errichtet worden ist, bestand einst aus einer Oberburg, einer Unterburg und einer Vorburg. Heute sind noch der rund 19 Meter hohe der Stumpf des mächtigen Bergfrieds, das Kammertor als Zugang zur Unterburg, einige Mauerreste des Palas sowie diverse Fragmente der Burgmauer erhalten geblieben. Seit einigen Jahren kümmert sich der Verein lebendiges Mittelalter um die Ruine und veranstaltet dort im Jahr verschiedene Feste.

Von dem Burgareal habt ihr einen fantastischen Blick auf Herrmannsacker, bis zur Hainleite und zum Kyffhäuserdenkmal, zur Eichsfelder Pforte, ja selbst die weiße Wand des Kohnsteins in Niedersachswerfen könnt ihr von hieraus sehen.

Ein Tipp: Auf der Ebersburg befindet sich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel!

Etwas störend sind die vielen Absperrbänder, Bauzäune und Warnschilder. Dank der vielen Hinweise sollte dann auch der letzte verstanden haben, dass man die instabilen Burghänge nicht betreten sollte. Es ist halt eine Ruine.

Wie kommt ihr hin?

Wie so oft…es gibt mehrere Möglichkeiten:

Wenn ihr es eilig habt, dann könnt ihr mit dem Auto bis zum Parkplatz an der Sägemühle fahren. Von dort sind es nur knapp 700 Meter Fußweg zur Ruine. Der Aufstieg ist streckenweise recht steil und führt auf einem breiten Weg vorbei an mit Moos bedeckten Steinen. Es gibt auch einen Rundweg, der ist etwas länger.

Auch mit dem Fahrrad ist die Sägemühle in Herrmannsacker gut zu erreichen. Sie liegt nämlich direkt am Harzrundweg.

Auch zu Fuß, beispielsweise aus dem schönen Neustadt, kommt ihr nach Herrmannsacker und zur Ebersburg. Diese Tour habe ich bei Komoot für euch gefunden.

Was gibt es noch zu sehen?

Im Hof des Restaurants Sägemühle steht eine bizarre Linde mit massigen Ästen, die auf dem Boden abgestützt werden müssen. Der riesige Baum soll über 550 Jahre alt sein. Im Sommer kann man unter den Blättern der Linde im Biergarten der Sägemühle sitzen. Probiert mal den Sägespänekuchen. Achtung: Es ist nur Barzahlung möglich und momentan (Stand März 2022) kann man in der Sägemühle nur nach Vorbestellung essen!

Von der Sägemühle ist es nach Herrmannsacker nicht mehr weit. Folgt ihr der Straße, kommt ihr in den kleinen etwas mehr als 300 Einwohner zählenden Ort. Herrmannsacker ist ein idyllisches Südharzer Sackgassendorf mit einigen großen Gehöften und Fachwerkhäusern.

Außergewöhnlich ist die Kirche Sankt Mauritius, die man ohne den typischen Glockenturm auf der ersten Blick auch übersehen kann. Im Frühjahr blühen rund um das Gotteshaus unzählige Frühblüher. Die Kirche war zu DDR-Zeiten stark verfallen und wurde erst nach der Wende Stück für Stück wieder aufgebaut. Die Sanierung ist noch nicht beendet, seit 2001 können in dem Gotteshaus zumindest wieder Gottesdienste statfinden.

Vom Ort aus gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf die Burgruine als Fotomotiv.

Wart ihr schon mal auf der Ruine Ebersburg? Schreibt mir dazu gern in den Kommentaren.

Der Text enthält unbezahlte Werbung. Alles Fotos sind meine.

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